Ela Weidinger

Der Tag hält noch

Der Tag hält noch, doch die Dunkelheit hat ihn bereits berührt. Die Lichter der festlich geschmückten Fenster beleuchten die Straße. In einer dunklen Ecke steht ein alter Mann bei den Containern. Seine Hände zittern, suchend, nach etwas, das seinen Bauch füllt. Der Wind streicht eiskalt über seine Wangen, als wäre er sein einziger Begleiter. Ein kurzer Blick, voller Sehnsucht: Die

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Hoffnung ohne Anfang

Niemand nannte es einen Anfang. Es war auch keiner. Es hatte keinen ersten Tag. Wenn auch nicht oft, zeigt sie sich noch – wie ein Lichtstrahl zwischen all den dunklen Ästen, der nicht bleibt, aber zurückkommt. Vielleicht ist das genug. Vielleicht war es immer das.

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Noch nicht

Du hast aufgehört mitzuzählen, wie oft du dich umdrehst. Die Uhr ermahnt dich stumm. Nach Mitternacht. Im Haus ist alles still. Nur das Aquarium plätschert weiter. Die Fische haben sich versteckt. Der schmale Lichtstreifen der Straßenlaterne bleibt an der Wand stehen. Weiter kommt er nicht. Das stetige Hämmern in deiner Brust hält an. Du fasst keinen Gedanken. Du suchst keinen.

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