Dualität.
Kopf oder Zahl.
Wie eine Münze hat alles im Leben zwei Seiten — und ich trage beide.
Ich bin ein Widerspruch in Persona.
In mir liegt eine Leere, still wie ein zugefrorener See,
an dessen Oberfläche kein Leben sichtbar ist.
Nur tief unten bewegt sich etwas, vorsichtig, wartend,
bereit, endlich durch das Eis zu brechen.
Und trotzdem:
Diese Leere erdrückt mich.
Erdrückt von der Fülle der Gefühle, die in mir toben.
Die stillen Gedanken, die mich anschreien,
stehen schwer auf der Eisdecke wie Schritte,
die Risse ziehen, wo eigentlich Ruhe sein sollte.
Ich will ankommen, obwohl ich weiß,
dass ich längst angekommen bin.
Warum also drängen mich die Gedanken, wieder loszugehen?
Vielleicht ist es genau das.
Die Dualität.
