Ela Weidinger

Zwischen offen und geschlossen

Zwischen uns war immer ein Fenster,
das weder ganz offen
noch ganz geschlossen stand.

Deine Blicke durch dieses Fenster aufzufangen,
gab mir Nähe.
Und Geborgenheit.

Nähe –
aber nicht unbeschwert.

Auf ihr lag ein Gewicht
aus hundert Abern
und unausgesprochenen Gedanken.

Dann ist da diese Unsicherheit:
Wenn ich sie zulasse,
öffnet sich das Fenster weiter –
oder wird es von der anderen Seite geschlossen?

Ein tiefer Atemzug.
Die Sicht wird klarer.

Ich habe mich in dich verliebt,
gestehe ich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert